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Jim und John Thomas, die Autoren des ersten Predator-Films, haben in Kalifornien Klage eingereicht. Das Autorenduo möchte die Rechte an dem Franchise zurück. Diese liegen aktuell bei 20th Century Studios beziehungsweise dem Mutterkonzern Disney. Beide Unternehmen haben, wenig überraschend, allerdings kein Interesse daran, die Rechte wieder abzugeben.
Hintergrund für den Rechtsstreit ist ein Schlupfloch im amerikanischen Urheberrecht. Demnach können Autoren nach einer bestimmten Zeit vergebene Transferrechte für ein Werk beenden und damit selbst wieder über alle Rechte verfügen. Bei neueren Werken ist dieser Zeitraum typischerweise 35 Jahre. Als Schlupfloch kann der Umstand deshalb bezeichnet werden, weil der Gesetzesparagraf wohl eigentlich für Bücher gedacht ist.
Die 35 Jahre laufen im Falle von Predator am heutigen Samstag ab. Allerdings haben sich die beiden Autoren der Klage zufolge schon im Jahr 2016 bei damals noch 20th Century Fox gemeldet und die die Rückgabe auf Basis des Paragrafen gefordert. Über viereinhalb Jahre sei aber keine Reaktion gekommen, bevor sich die Anwälte von Disney schließlich im Januar meldeten und den Anspruch von Jim und John Thomas nicht anerkannten. Nun soll ein Gericht die Frage klären.
Die Entscheidung dürfte dabei langfristige Folgen haben. In den kommenden Jahren wären so einige ikonische Marken und Franchises aus den 80ern vom Ablauf der 35 Jahre betroffen. Sollten Jim und John Thomas tatsächlich Recht bekommen, dürfte dies bei einigen Filmstudios für Probleme sorgen.